Feuchtigkeit mit Wärmebildkamera feststellen
Immer wieder kommt es zu eindringender Feuchtigkeit und das Ausmaß lässt sich nicht sicher feststellen. Immer wieder liest man dann in Gutachten, „der genauere Umfang kann erst nach
Demontagen, Offenlegung der Flächen und von Feuchtigkeit befallenen Bauteile ermittelt werden“.
Niemand lässt sich auf solche Zerstörungen gerne ein. Regelmäßig ist der Streit über die Folgen und Kosten vorprogrammiert.
Eine Lösung kann durchaus die Messung der Flächen mit einer Wärmebildkamera sein. Mir liegt vom Frauenhofer Institut eine solche Messung bei einem Wohnmobil vor. Man sieht sehr deutlich, wo sich die Feuchtigkeit in der Wand festgesetzt hat. Zerstörungen sind nicht nötig.
Wichtig ist, dass man Temperturunterschiede erzeugt, also:
Bei kalter Witterung lässt man das Fahrzeug auskühlen. Dann heizt man es
nach 1-2 Tagen auf. Nach ca. 1-2 Stunden hat sich die Luft im Inneren
erwärmt, die Aufbaukonstruktion aber noch nicht durchgehend. In dieser
zeitspanne kann man dann sehen, wo die Konstruktion noch kälter als an
anderen Stellen ist. Nasse Teile/Isolierungen erwärmen sich nämlich
langsamer als trockene. Mit der Wärmebildkamera kann man dann den befallenen
Bereich eingrenzen.
© Rechtsanwalt Ulrich Dähn, Bad Hersfeld, Stand
07/2044